Schützenverein Nicolaus v. Dreyse – Sömmerda in Thüringen

Unsere Vereinssatzung

Beschlossen am 25.04.1990

§ 1 Name, Sitz
Der Verein hat den Namen „Schützenverein ‚N. v. Dreyse‘ Sömmerda“ (e.V.)
Der Schützenverein ist für alle Bürger offen. Er hat seinen Sitz auf der Schießsportanlage des Büromaschinenwerkes am Scherndorfer Weg in Sömmerda. Der Verein strebt die Mitgliedschaft im „Thüringer Landesschützenverband e.V.“ an und anerkennt dessen Satzung und Ordnung.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Aufgaben und Grundsätze
Der Verein pflegt und fördert das Sportschießen. Er organisiert einen Trainings- und Wettkampfbetrieb in den landesspezifischen Disziplinen. Er organisiert Schützenfeste und Pokalwettkämpfe. Er ist offen für weitere Schießsportdisziplinen.

   • Der Verein stellt seinen Mitgliedern die notwendigen materiellen und technischen Voraus-
     setzungen zum Übungs- und Wettkampfbetrieb zur Verfügung.
   • Der Verein bietet gegen Entgelt für schießsportlich interessierte Nichtmitglieder seine materiellen
     und technischen Möglichkeiten zur Nutzung an.
   • Der Verein fördert die massensportliche Betätigung im Sportschießen, bildet Nachwuchs für den
     Leistungssport heran und ist Stätte familiengebundener Freizeitgestaltung sowie des geselligen
     Vereinslebens.
   • Der Verein bildet Übungsleiter und Schiedsrichter im Sportschießen aus.
     Er gewinnt Schiedsrichter für die Lösung von Landes- und Republikaufgaben.
   • Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
   • Mittel, die dem Verein zufließen, dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.
   • Der Verein ist politisch und konfessionell unabhängig. Ihm sind nationalistische und radikale
     Bestrebungen und Aktivitäten fremd. Er fördert die sportlichen Kontakte zu allen Schießsport-
     freunden und Vereinen, deren Aufgaben und Ziele den ihren entsprechen.

§ 3 Mitgliedschaft
Der Verein besteht aus:

   • ordentlichen Mitgliedern
   • fördernden Mitgliedern
   • Ehrenmitgliedern

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft
Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die einen schriftlichen Aufnahmeantrag
gestellt hat.
Kinder (unter 14 Jahre) können nur mit schriftlicher Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter dem Verein beitreten. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.
Förderndes Mitglied kann jede natürliche Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat, dem Verein angehören will, ohne sich in ihm sportlich zu betätigen. Für die Aufnahme gilt die
Regelung wie für ordentliche Mitglieder entsprechend.
Ehrenmitglied kann auch eine Person werden, die nicht Mitglied des Vereins ist.
Über die Ehrenmitgliedschaft entscheidet die Mitgliederversammlung. Für die Verleihung der
Ehrenmitgliedschaft ist eine 2/3 Mehrheit in der Mitgliederversammlung notwendig.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod. Der Austritt aus dem Verein ist schriftlich zu erklären. Der Ausschluss von Vereinsmitgliedern kann erfolgen

   • bei erheblicher Verletzung der Satzung
   • bei schwerem Verstoß gegen die Interessen des Vereins
   • wegen groben unsportlichen Verhaltens

Der Ausschluss ist durch Beschluss des Vorstandes herbeizuführen. Vor dieser Entscheidung ist dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.
Die Entscheidung über den Ausschluss bedarf der Schriftform und diese ist dem Mitglied nachweislich zu übergeben. Erkennt das Mitglied den Ausschluss durch den Vorstand nicht an, so entscheidet die Mitgliederversammlung. Entscheiden sich mehr als die Hälfte der Mitglieder für den Ausschluss, so gilt dieser als bestätigt. Durch den Ausschluss entsteht kein Recht auf Beitragsrückzahlung.

   • Bei Rückstand der Zahlung von Beiträgen über ein Jahr und nach zweimaliger schriftlicher
     Mahnung zur Zahlungsaufforderung ohne Zahlungsleistungen durch das Mitglied kann der
     Vorstand einen Ausschluss beschließen. Dieser Ausschluss kann jedoch erst nach 3 Monaten,
     gerechnet vom Datum des zweiten Mahnschreibens, vom Vorstand beschlossen werden.
   • Mitglieder, deren Mitgliedschaft erloschen ist, haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem
      Vermögen des Vereins.

Beiträge der Mitglieder
   1. Jedes Mitglied bezahlt einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der Hauptversammlung festgelegt
       wird. Es verpflichtet sich, diesen Jahresbeitrag bis zum 31. Januar des laufenden Jahres zu entrichten.
   2. Sämtliche Einnahmen des Vereins sind zur Erfüllung der Vereinszwecke (§ 2 der Satzung) zu
       verwenden. Bei Mitgliedschaft in einem Landesschützenverband werden die erforderlichen Abgaben,
       welche durch diese Mitgliedschaft entstehen, getätigt.
   3. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung entbunden.
   4. Der zu zahlende Betrag staffelt sich in den Kategorien:
       a) Schüler
       b) auszubildende Jugendliche
       c) ordentliche Mitglieder
   5. Auf schriftlichen Antrag kann die Beitragszahlung auf Kategorie „4a)“ abgeändert werden.
      Der Antrag ist dem Vorstand zur Vorlage zu bringen, wird durch diesen geprüft und für eine
      bestimmte Zeitdauer für das Mitglied festgelegt.
   6. Das Beitragswesen muss Tagesordnungspunkt der jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung sein.
   7. Jedes Mitglied hat einen einmaligen Aufnahmebetrag in Höhe von 25,– Mark zu entrichten.

§ 6 Rechte und Pflichten
Die Mitglieder haben das Recht, an allen Vereinsveranstaltungen teilzunehmen, die Anlagen, Waffen, Schussgeräte und sonstigen Geräte des Vereins zweckentsprechend zu nutzen.
Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Satzung und weitere Ordnungen des Vereins einzuhalten.
Jedes Mitglied ist zur Entrichtung von Beiträgen gemäß der Finanzordnung des Vereins verpflichtet.
Für Schäden, welche durch den nichtsachgemäßen Gebrauch der Waffen, Geräte und Objekte entstehen, haftet der Verursacher.

§ 7 Organe
Die Organe des Vereins sind

   • der Vorstand
   • die Mitgliederversammlung
   • die Kassenprüfung

§ 8 Vorstand
Der Vorstand besteht aus 8 Mitgliedern:

   • dem Vorsitzenden
   • dem 1. Stellvertreter
   • dem 2. Stellvertreter
   • dem Schatzmeister
   • dem Sportleiter
   • dem Jugendleiter
   • dem Schriftführer
   • dem Schießwart

Der Vorstand führt die Geschäfte nach den Bestimmungen und den Beschlüssen der Mitgliederver-
sammlung. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Beschluss
als abgelehnt.

Der Verein wird gerichtlich und außerordentlich durch

   •  den Vorsitzenden
   • den Stellvertretern
   • dem Schatzmeister
mindestens jedoch durch zwei der o.g. vertreten.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren in geheimer Wahl
gewählt und ist der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.
In den Vorstand sind nur Vereinsmitglieder wählbar, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Wiederwahl eines Vorstandsmitgliedes ist zulässig. Mehrere Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt werden.
Mitglieder des Vorstandes oder andere durch ihn Bevollmächtigte, die ihre Befugnisse überschreiten, sind dem Verein für einen dadurch entstandenen Schaden verantwortlich.

§ 9 Mitgliederversammlung
Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal im Halbjahr statt.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn 1/4 der Mitglieder es schriftlich unter Angabe der Gründe beim Vorstand einreichen oder wenn es das Interesse des Vereins erfordert.

§ 10 Die Zuständigkeit der ordentlichen Mitgliederversammlung
Besonders ist diese zuständig für:

   •  Entgegennahme der Berichte des Vorstandes
   • Entgegennahme der Berichte des Kassenprüfers
   • Entscheidungen über die Aufnahme neuer und den Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen
   • Ernennung von Ehrenmitgliedern
   • Satzungsänderungen
   • Beschlussfassung über Anträge
   • Entlastung und Wahl des Vorstandes (alle zwei Jahre)
   • Wahl des Kassenprüfers (alle zwei Jahre)
   • Festsetzung von Beiträgen, Umlagen
   • Genehmigung der Haushaltspläne (jährlich)
   • Auflösung des Vereins

§ 11 Einberufung von Mitgliederversammlungen
Die Einberufung von Mitgliederversammlungen erfolgt mit Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich an jedes Mitglied des Vereins mindestens 14 Tage vor der Durchführung (Poststempel) durch den Vorstand.
Anträge auf Satzungsänderungen müssen unter Benennung des Abzuändernden wörtlich mitgeteilt werden.

§ 12 Ablauf und Beschlussfassung von Mitgliederversammlungen
Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstandes und in dessen Abwesenheit vom Stellvertreter geleitet. Bei Verhinderung von beiden wird durch die Versammlung der Leiter mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder aus dem Kreis des Vorstandes bestimmt.
Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als 50 % der Mitglieder anwesend sind.
Satzungsänderungen können nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erfolgen. Zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von zwei Drittel der Mitglieder des Vereins erforderlich.
Sollen Satzungsänderungen zur Abstimmung kommen, sind diese mindestens vier Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorsitzenden des Vereins schriftlich zu beantragen und in der Einladung mitzuteilen.

§ 13 Stimmrecht und Wählbarkeit
Stimmrecht besitzen nur ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder.
Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden. Mitglieder, denen kein Stimmrecht zusteht,
können als Gäste mit beratender Stimme an der Mitgliederversammlung teilnehmen.
Gewählt werden können alle ordentlichen Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

§ 14 Ernennung von Ehrenmitgliedern
Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können zu Ehrenmitgliedern auf Vorschlag des Vorstandes ernannt werden. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern bedarf der Zustimmung von zwei Drittel der anwesenden Mitglieder.
Personen, die sich der Ehrenmitgliedschaft nicht würdig erweisen, kann diese Ehrenmitgliedschaft aberkannt werden. Die Aberkennung bedarf der Zustimmung von zwei Drittel der anwesenden Mitglieder.

§ 15 Kassenprüfer
Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren 3 bis 4 Kassenprüfer. Diese dürfen nicht vom Vorstand oder eines von ihm eingesetzten Gremiums sein. Ihre Wiederwahl ist zulässig.
Die Kassenprüfer haben die Kasse des Vereins, einschließlich der Bücher und Belege, mindestens einmal im Halbjahr sachlich und rechnerisch zu prüfen.
Die Kassenprüfer erstatten der Mitgliederversammlung einen Prüfbericht. Sie beantragen bei ordnungsgemäßer Führung der Kassengeschäfte, bei Neuwahlen die Entlastung des Kassierers sowie der übrigen Vorstandsmitglieder.

§ 16 Ordnungen
a) Zur Durchführung der Satzung hat der Vorstand eine Geschäftsordnung, eine Finanzordnung sowie
    eine Schießstandsordnung zu erlassen.
    Diese Ordnungen besitzen nur Gültigkeit, wenn sie mit der Mehrheit von zwei Drittel der Mitglieder des
    Vorstandes beschlossen werden.
    Die Benutzung der Sportstätten, Gebäude und Einrichtungen regelt der Nutzungsvertrag.
b) Eine Satzungsänderung kann von der Mitgliederversammlung nur mit einer Stimmenmehrheit
    von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

§ 17 Protokollierung von Beschlüssen
Über die Beschlüsse von Mitgliederversammlungen und vom Vorstand ist unter Angabe des Ortes,
der Zeit und des Abstimmungsergebnisses jeweils eine Niederschrift anzufertigen und aufzubewahren.
Die Niederschriften sind vom Vorsitzenden bzw. vom Versammlungsleiter und dem vom Vorsitzenden benannten Schriftführer zu unterschreiben.

§ 18 Auflösung des Vereins
Bei Auflösung des Vereins entscheidet die Mitgliederversammlung über die Verwendung des Vermögens. Dazu ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich.

§ 19 Inkrafttreten
Diese Satzung ist in der vorliegenden Form von der Mitgliederversammlung (Gründungsversammlung) des Vereins am 25.04.90 beschlossen worden.


Die Satzung des Schützenvereins downloaden >> HIER

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